Einzelne Organe und Ernährung

Wie ihr in den letzten Wochen gelernt habt, kann die falsche Ernährung zu Krankheiten führen und auf der anderen Seite können Krankheiten zu Übergewicht führen.

Deshalb ist es umso wichtiger, bei gewissen Erkrankungen ein besonderes Augenmerk auf die Ernährung zu legen!

Vor allem bei Erkrankungen der Niere, Leber, Blase oder des Pankreas, kann über die richtige Ernährung viel erreicht und geholfen werden. Hier erfahrt ihr kurz, was ihr bei den jeweiligen Fällen beachten solltet und bei @vetevo_de findet ihr zu allen Themen zusätzlich ein kurzes Reel!


Niere: bei Nierenerkrankungen sollte die Proteinzufuhr reduziert bzw. Bedarfsangepasst werden. Dabei sollten vor allem Eier, Milchprodukte und Muskelfleisch als hochwertige Proteine eingesetzt werden. Durch die Erkrankung haben Tiere oft Energie-Mangelzustände und sollten i.d.R. >20% über dem „normalen“ Energie-Bedarf verfüttert bekommen. Dieser Energiegehalt muss hauptsächlich über Nicht-Proteinquellen wie Kohlenhydrate oder Fette gedeckt werden. Die Ausnahme sind fettreiche Fischsorten und Leinöl, denn diese erhalten Imega-3-Fettsäuren, welche Entzündungen senken und die Perfusion (Durchblutung) der Nieren fördern.


Leber: bei einer Lebererkrankung, soll die Fütterung zu einer allgemeinen Entlastung der Leber führen, da diese eine verringerte Stoffwechselkapazität hat. Da die Zierte oft schlechte Futteraufnahmen zeigen, sollten Energiedichte Rationen gewählt werden, die mehrmals täglich in kleinen Mengen angeboten werden. Dabei sollten hochverdauliche Proteine gewählt werden, wie Muskelfleisch, Milchprodukte und Soja. Die Energiezufuhr über Reis, Mais, Kartoffeln (im optimal Fall schon aufgespalten) und pflanzliche Fette. Auf Eier sollte verzichtet werden, da diese zu einer hohen Schwefelwasserstoffbelastung führen können!


Pankreas: bei einer Entzündung des Pankreas sollten hochverdaulich Futtermittel mit wenig Fettgehalt angeboten und zusätzlich ein Pankreasenzymersatz in Pulverform dargereicht werden. Auch die Supplementierung von Vitamin B12 ist zu empfehlen!


Blase: Die häufigsten Harnsteine bei Fleischfressern sind Struvit oder Calcium-Oxalat Steine. Je nachdem welche Art vor liegt, sollten die Harnstein-bildenden Substanzen im Futter reduziert werden. Struvit Steine sind Diätetisch gut beeinflussbar, die Proteinaufnahme sollte reduziert und die Magnesium & Phosphat Aufnahme verringert werden. Des Weiteren muss der Harn durch Methionin oder Ammoniumchlorid angesäuert werden, um die Bildung der Steine zu verhindern. Ca-Oxalat Steine sind schwieriger durch Diäten zu beeinflusse, hier sollte der Harn alkalisiert werden indem Glycerinreiche Futtermittel vermieden werden (bindegewebsreiche Futtermittel), des Weiteren müssen Oxalreiche Futtermittel wie Spinat, Mangold oder rote Beete vermieden werden. Außerdem sollte die Löslichkeit der Stoffe, welche über die Niere ausgeschieden werden, erhöht werden. Sprich Feuchtfutter oder „suppiges“ Futter muss angeboten werden.


Auch bei Magen-Darm oder Herzerkrankung kann eine Beeinflussung durch das Futter zu positiven Aspekten führen!


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