Niemand sollte sich zwischen seinem Geldbeutel und dem Wohl seines Tieres entscheiden müssen!

Aktualisiert: 31. März 2021

Immer wieder erlebe ich, dass Leute vor genau diese Situation gestellt sind. Ein Unfall, eine unerwartete gesundheitliche Komplikation, Notdienstgebühren und teure Operationen in einer Klinik kommen viel schneller als erwartet. Und wenn dann die zu zahlende Summe mitgeteilt wird, welche sich schnell im 4-stelligen Bereich befinden kann, stocken die Leute und müssen erst einmal nachdenken. Nicht weil sie geizig sind, oder ihr Tier nicht lieben. Sondern weil nicht jeder das Geld für eine teure Operation einfach so Bar in der Tasche hat. Aus so einer Situation geht am Ende jeder als Verlierer heraus. Der Tierarzt muss im schlimmsten Fall, aus finanziellen Gründen ein Tier einschläfern, welches er hätte retten können. Besitzer sind vor die Entscheidung gestellt den nächsten Urlaub ausfallen zu lassen, einen Kredit aufzunehmen oder einen Partner fürs Leben aufzugeben. Und über die Nachteile des Patienten, also des Tieres, brauche ich nicht reden. In Deutschland ist das leider keine Seltenheit, denn nur 8% unserer Haustiere besitzen eine Krankenversicherung. Welchen Rattenschwanz das hinter sich herzieht, ist kaum auszumalen. Nun könnte man argumentieren, dass dies doch völlig normal sei. Wer hat schon eine Krankenversicherung für sein Tier? In England zum Beispiel sind nahezu 95% der Tiere krankenversichert. Dadurch sind die Menschen nicht nur sicher vor oben beschriebenen Entscheidungen, sondern das ganze Tiermedizinische System blüht auf. Wenn Geld keine Rolle mehr spielt, können ganz andere Behandlungsmethoden erwogen werden, Einzuschläfern anstatt zu operieren wäre keine Option mehr und auch die häufig bemängelte Bezahlung von Tierarzt und Tiermedizinischen Fachangestellten würde einen Aufschwung erleben. All diese Probleme und Schwierigkeiten könnten für Katzen ab 10 Euro und für Hunde ab 20 Euro im Monat gelöst werden. Für diese Beträge bieten viele Versicherungsgesellschaften eine so genannte „OP- Versicherung“ an. Diese beinhaltet meist unbegrenzte Jahreshöchstleistungen für Operationen inklusive Vor- Und Nachbehandlungen (außer Kastrationen), Unterbringungs- und Verpflegungskosten und Auslandsschutz bei freier Tierarzt/-klinik Wahl. Wer noch besser ausgestattet sein möchte kann „Basis“ oder „Komfort“ Produkte in Anspruch nehmen. Hier werden auch ambulante und stationäre Behandlungen, so wie Medikation übernommen. Auch Gesundheitliche Prophylaxe (Impfungen, Entwurmungen, Zahnbehandlungen und Gesundheitschecks) und Reha-Maßnahmen (Physiotherapie), so wie Kastrationen sind bei teureren Varianten inklusive. Natürlich merken viele an, dass alte, vorerkrankte und bestimmte Rassehunde nicht oder nur unmenschlich teuer zu versichern sind. Das ist wohl wahr, doch auch hier würde das System greifen. Wenn wir es erreichen könnten, dass nur annähernd so viele Tiere wie in England versichert sind, dann würden Diejenigen, die höhere Beiträge zahlen müssten, von denen mitfinanziert werden, welche sowieso einzahlen. Sprich das Prinzip unserer gesetzlichen Krankenversicherung ließe sich auch auf unsere Tiere übertragen.

Es liegt mir am Herzen Tierkrankenversicherungen populärer zu machen, damit so viele Menschen wie möglich über diese Option für ihre Vierbeiner nachdenken und alle erwähnten Schwierigkeiten zur Vergangenheit gehören.





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