Inzucht⁠

Eine beim Menschen schon seit Jahrtausenden durch moralische und gesetzliche Ächtung undenkbare Verpaarung engverwandter Individuuen nehmen wir bei unseren Haustieren einfach in Kauf, doch welche Folgen hat das? ⁠

Die Handvoll neuer Mutationen in jeder Folgegeneration wird an die eigenen Kinder weitergegeben (sofern der Defekt nicht in sein eigenes Aussterben mündet). Dies erfolgte über die Gesamte Geschichte unserer Haustiere, sodass sich in ihren Chromosomen Bauplandefekte angesammelt haben. Aufgrund der modernen Zivilisation und heutiger Tierhaltung greifen Selektionsmechanismen nicht mehr so wie bei Wildtieren. Deshalb besteht bei eng Blutsverwandten ein viel höheres Risiko die selbe Mutation zu tragen, als im Vergleich zu den restlichen Individuen der Art oder Rasse. ⁠

Da bei rezessivem Erbgang (nicht dominant) die Möglichkeit des Ausgleichs durch ein gesundes Partnerchromosom besteht, ist das Risiko einer Erkrankung bei einer Paarung in der großen weiten Welt dagegen gering! ⁠

Fazit: Das aus Geschwister-, Eltern-Kind sowie Cousin-Cousinen Verpaarungen deutliche mehr Fehlgeburten, Missbildungen und andere genetisch bedingte Erkrankungen hervorgehen, weiß die Menschheit seit Tausenden von Jahren.⁠

Bei unseren Haus und Hoftieren (bei denen die selben Zusammenhänge gelten), scheinen wir diese Moral nicht zu kennen. Denn bei ihnen wird dies ständig und skrupellos praktiziert. ⁠

- Aus dem Kuscheltierdrama von Prof. Dr. Achim Gruber ⁠⁠




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